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Die eigene Nachwuchsgruppe

Nachwuchsgruppen stellen eigenständige Arbeitsgruppen an einer Universität oder Forschungseinrichtung (innerhalb eines Instituts oder einer Fakultät) dar. Sie werden von einer promovierten Nachwuchswissenschaftlerin bzw. einem promovierten Nachwuchswissenschaftler mit ca. 2-5 Jahren Erfahrung nach der Promotion geleitet. Der Gruppenleitung ermöglichen Nachwuchsgruppen die eigenständige Forschung und die wissenschaftliche Profilbildung. Eine Nachwuchsgruppenleitung ist ein wichtiger Schritt in Richtung der Berufbarkeit.

Die Leitung von Nachwuchsgruppen – ein Baustein der wissenschaftlichen Karriere

Die Bedingungen und der Umfang der Förderung weichen dabei mehr oder weniger stark voneinander ab. Dennoch lässt sich ein gemeinsamer Nenner der Förderformate skizzieren:

  • Typische Größe: 3-5 Personen
  • Typische Laufzeit: 5-6 Jahre
  • Typische Ausstattung: rd. 1,5 Mio. Euro

Mit der Leitung einer Nachwuchsgruppe erhalten Sie beste Voraussetzungen für eine Berufung als Hochschullehrer*in, im Regelfall wird eine Nachwuchsgruppenleitung als habilitationsäquivalente Leistung anerkannt (je nach Fachgebiet). Im Einzelnen bedeutet das:

  • Unabhängige Forschung
  • Eigenes Budget = eigene Drittmittel
  • Eigenverantwortliche Leitung einer eigenen Arbeitsgruppe
  • Genehmigung zur selbstständigen Betreuung von Promovierenden (Erstgutachter*in Promotion)
  • Reputation

Überblick über die unterschiedlichen Förderprogramme

Förderprofil

Das Emmy Noether-Programm eröffnet herausragend qualifizierten Forschenden in einer frühen Karrierephase die Möglichkeit, sich durch die eigenverantwortliche Leitung einer Nachwuchsgruppe (mit angemessenen qualifikationsspezifischen Lehraufgaben) für eine Hochschulprofessur zu qualifizieren – als Weg zur Berufbarkeit auch ohne klassische Habilitation. Zielgruppe sind Postdocs sowie befristet beschäftigte Juniorprofessor*innen in früher Phase; positiv zwischenevaluierte Juniorprofessor*innen sind ausgeschlossen.

Förderumfang

Die Förderung ist auf 6 Jahre angelegt. Sie umfasst grundsätzlich die Nachwuchsgruppenleitungsstelle sowie – je nach Bedarf – weitere Personal- und Sachmittel.

Antragsberechtigung und Fristen

Antragsberechtigt sind Wissenschaftler*innen aller Disziplinen i. d. R. bis 4 Jahre nach der Promotion (Medizin/Psychologie: bis 6 Jahre), typischerweise mit mindestens 2 Jahren Postdoc-Erfahrung und substanzieller internationaler Forschungserfahrung; wer die Berufbarkeit bereits erlangt oder unmittelbar bevorsteht (z. B. Habilitation/habilitationsäquivalente Leistungen), ist ausgeschlossen. Anträge können jederzeit eingereicht werden; für Bewerberinnen aus dem Ausland wird erwartet, dass sie ihre wissenschaftliche Karriere nach der Förderung in Deutschland fortsetzen (Absichtserklärung).

Auswahlverfahren

 Die Auswahl erfolgt in einem kompetitiven Peer-Review-Verfahren mit externen Gutachten; bewertet werden u. a. Qualifikation und Publikationsprofil, Originalität/Erkenntnisgewinn des Vorhabens, Arbeitsprogramm/Methodik, sowie Arbeitsmöglichkeiten und Umfeld an der gastgebenden Einrichtung (inkl. ggf. mehrerer möglicher Aufnahmeeinrichtungen).

Das NRW Rückkehrprogramm fördert hochqualifizierte Nachwuchswissenschaftler*innen, die aus dem Ausland nach Nordrhein-Westfalen zurückkehren und dort eine selbstständige Nachwuchsgruppe an einer Universität aufbauen wollen. Das diesjährige Thema ist KI, digitale Souveränität und vertrauenswürdige Informationsinfrastrukturen.

Förderprofil

Die TU Dortmund bietet ein starkes Forschungsumfeld für Künstliche Intelligenz, Data Science und sichere digitale Infrastrukturen. Forschende verbinden hier methodische Grundlagenforschung mit Fragen der Vertrauenswürdigkeit, Sicherheit und gesellschaftlicher Gestaltung digitaler Systeme. 

Sie möchten mit dem NRW-Rückkehrprogramm eine eigene Nachwuchsgruppe an der TU Dortmund aufbauen? Entdecken Sie ausgewählte Forschungsbereiche, die fachlich zu Ihrem Vorhaben passen. Besonders willkommen sind auch Projekte, die mehrere Themenbereiche verbinden. Mit dem Lamarr-Instituts für Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz, dem Research Center Trustworthy Data Science and Security (RC Trust) und dem Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST bestehen hervorragende Anknüpfungspunkte für interdisziplinäre Forschung an der Schnittstelle von Künstlicher Intelligenz, Data Science und unterschiedlichen fachlichen Anwendungsfeldern. Beispielsweise bringt die TU Dortmund ihre Expertise in KI und Wirkstoffforschung im neuen standortübergreifenden Forschungscluster AI4CancerCure.NRW ein. Weitere Gruppen finden Sie im Überblick zur KI-Forschung an der TU Dortmund. 

Über die TU Dortmund hinaus eröffnen die Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) und das Ruhr Innovation Lab vielfältige Möglichkeiten für fachübergreifende Kooperationen mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Nachbaruniversitäten im Ruhrgebiet – auch in Disziplinen, in denen KI-basierte Methoden bislang noch nicht oder nur vereinzelt eingesetzt werden

Förderumfang

Gefördert wird der Aufbau einer Nachwuchsgruppe an einer Universität in Nordrhein-Westfalen über fünf Jahre. Pro Nachwuchsgruppe stehen bis zu 1,25 Mio. Euro zur Verfügung. 

Antragsberechtigung

Bewerben können sich Nachwuchswissenschaftler*innen, deren Promotion zum Bewerbungsschluss zwei bis sechs Jahre zurückliegt; für Medizin gilt eine Frist von bis zu neun Jahren. Voraussetzung ist außerdem, dass sie seit mindestens zwölf Monaten erfolgreich außerhalb Deutschlands forschen und vor dem Auslandsaufenthalt ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland hatten; die deutsche Staatsangehörigkeit ist nicht erforderlich. 

Fristen und Auswahlverfahren

Bewerbungsschluss für die Ausschreibung 2026 ist der 8. Januar 2027; das Auswahlsymposium ist für Mai/Juni 2027 vorgesehen, die Nominierung für Juni/Juli 2027 und der Förderbeginn für 2028. Das Verfahren ist zweistufig. 

Beratung und weiterführende Informationen

Die TU Dortmund bietet Ihnen vielfältige Unterstützung beim Aufbau Ihrer Nachwuchsgruppe und beim Ankommen in Dortmund von Forschungsförderung und Forschungsdatenmanagement über Karriereentwicklung, Transfer und Gründung bis hin zu Welcome Services, Familie und Vereinbarkeit sowie Dual Career. Hinzu kommen zahlreiche Möglichkeiten zur wissenschaftlichen Vernetzung innerhalb und außerhalb der TU Dortmund. 

Zu Ihrer Antragstellung und den individuellen Rahmenbedingungen für den Aufbau Ihrer Nachwuchsgruppe berät Sie Dr. Felix Stehle als zentraler Ansprechpartner für das Rückkehrprogramm und vermittelt bei Bedarf die passenden Ansprechpersonen und Angebote innerhalb der TU Dortmund (felix.stehle@tu-dortmund.de).

Informationen zu Voraussetzungen, Fristen und Bewerbung finden Sie auf der Programmseite des MKW.

Ihr Forschungsumfeld und Leben in Dortmund

 

 

 

Förderprofil

Die FONA-Fördermaßnahme unterstützt inter- und transdisziplinäre Nachwuchsgruppen der Sozial-ökologischen Forschung im Themenfeld nachhaltige und resiliente Stadt-Umland-Regionen. Ziel ist die Qualifizierung von Nachwuchswissenschaftler*innen für gesellschaftsbezogene Nachhaltigkeitsforschung und die Leitung entsprechender Forschungsgruppen.

Förderumfang

Gefördert werden Nachwuchsgruppen in der Regel für fünf Jahre; die Projekte sollen eine selbst gewählte Forschungsaufgabe bearbeiten und zugleich akademische Qualifizierung ermöglichen.

Antragsberechtigung

Die Vorhabenbeschreibung wird von der vorgesehenen Postdoc-Gruppenleitung erstellt und über die jeweilige Institution eingereicht. Die Förderung geht ausschließlich an Hochschulen oder andere Forschungseinrichtungen; spätestens im Antragsverfahren muss der Formantrag von einer unterschriftsberechtigten Person der Einrichtung unterzeichnet werden.

Fristen und Auswahlverfahren

Die nächste Einreichfrist für Projektskizzen ist der 30. Oktober 2026; eine weitere Frist ist für den 29. April 2028 geplant. Das Verfahren ist zweistufig.