Zum Inhalt
Sachbeihilfe und mehr

Einzelprojekte

Im Rahmen eines Einzelprojekts untersucht die vorhabenleitende Person zusammen mit dem beantragten Personal einen spezifischen Forschungsgegenstand. Anders als bei der Personenförderung steht vor allem dabei die wissenschaftliche Qualität des Vorhabens im Fokus. Obgleich die Eignung der antragstellenden Person zentrales Bewertungskriterium ist, kann die Stelle der Projektleitung nicht immer mitfinanziert werden.

Exemplarische Formen der Einzelförderung

Finanzierungsmöglichkeiten für Einzelprojekte

Als typische Form der Einzelprojektförderung darf die DFG-Sachbeihilfe gelten. Daneben gibt es aber noch eine Vielzahl an Förderformaten, mit denen Sie Ihre zeitlich und thematisch begrenzten Forschungsvorhaben finanzieren lassen können. Die verschiedenen Förderformate unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich des Fördergebers, sondern hinsichtlich des Förderprofils (d.h. des geförderten Forschungstyps, des geförderten Themas und der geförderten Disziplinen), hinsichtlich des Umfangs sowie des Begutachtungsprozesses. Diese Unterschiede werden im Folgenden anhand der Formate zur Einzelförderung durch drei Arten von Fördergebern veranschaulicht.

Mehrere Keramikschalen gefüllt mit Kleingeld © Dean Moriarty​/​Pixabay

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft gehört zu den öffentlichen Fördergebern. Im Rahmen der Sachbeihilfe werden Einzelprojekte (in Abgrenzung zu Verbundprojekten) gefördert. Die Beantragung kann durch einen oder mehrere Antragstellerinnen bzw. Antragsteller erfolgen.

  • Förderprofil: Die Förderung ist fokussiert auf Grundlagenforschung in allen Disziplinen und themenoffen.
  • Umfang: Mit dem Format „Sachbeihilfe“ werden For­schungs­pro­jekte mit einem üblichen Umfang von 1 bis 2 Mitarbeiterstellen für 3 Jahre gefördert. Neben den Personalmitteln können u.a. Sachmittel für Geräte, Tagungsreisen und Druckkosten sowie Mittel für Work­shops eingeworben werden. Postdocs können im Rahmen einer Sachbeihilfe als Projektleiterin oder Projektleiter ihre eigene Stelle einwerben.
  • Antragstellung & Fristen: Das Verfahren ist einstufig. Anträge auf die Sachbeihilfe können jederzeit eingereicht werden. Die Einreichung erfolgt über das Online-Portal elan. Der DFG-Vertrauensdozent ist über jede Antragstellung per E-Mail zu informieren.
  • Begutachtung: Die Begutachtung erfolgt durch eigens ausgewählte Fachgutachterinnen bzw. Fachgutachter nach wissenschaftsinternen Kriterien. Die Förderquoten liegen über die Fächer hinweg bei durchschnittlich etwa 35%. Die Bearbeitungszeit Ihres Antrags – von der Einreichung bis zur Entscheidung – braucht durchschnittlich mehr als 6 Monate.

Auch die Ministerien (Bund und Land) sind öffentliche Fördergeber, die im Rahmen von Ausschreibungen Einzelprojekte fördern.

  • Förderprofil: Die ministeriale Förderung fokussiert anwendungsorientierte Forschung. Die Förderung erfolgt im Rahmen themengebundener Ausschreibungen. Die Themenwahl ist politisch motiviert, beispielsweise aufgrund ihrer aktuellen gesellschaftlichen Relevanz. Wegen der Themenbindung bevorzugen die Ausschreibungen i.d.R. bestimmte Disziplinen.
  • Umfang: Die übliche Projektlaufzeit liegt bei 3 Jahren. Der finanzielle Umfang variiert zwischen den einzelnen Ausschreibungen sehr stark.
  • Antragstellung und Fristen: Das Antragsverfahren ist i.d.R. zweistufig. Oftmals ist bereits in der ersten Stufe eine rechtsverbindliche Unterschrift seitens der Hochschule erforderlich. Jede Ausschreibung hat eine eigene Einreichfrist. Im Falle der Bundesministerien erfolgt die Einreichung über das Internetportal easy-Online.
  • Begutachtung: Die Begutachtung erfolgt meist durch ein mehr oder weniger inter- und transdisziplinär zusammengesetztes Gutachtergremium und damit nicht durch Fachgutachterinnen oder Fachgutachter. Entsprechend orientiert sich die Begutachtung auch – anders als bei der DFG – deutlich weniger an der Relevanz des Projektes innerhalb der jeweiligen Fachgemeinschaft, sondern mehr an dem potenziellen gesellschaftlichen Nutzen des Vorhabens.

Stiftungen sind private Fördergeber und ihre Förderung orientiert sich an dem jeweiligen Stiftungszweck. Aufgrund der sehr unterschiedlichen Ausrichtungen und Größen fördernder Stiftungen ergibt sich eine große Bandbreite der Einzelprojektförderung im Stiftungsbereich.

  • Förderprofil: Entsprechend ihrem Stiftungszweck setzen Stiftungen je eigene Förderprofile. Je nach Stiftung liegt der Fokus mehr auf der Grundlagenforschung oder mehr auf anwendungsorientierter Forschung. Meist konzentriert sich die Förderung auf bestimmte Themen oder Disziplinen – so im Falle der Fritz Thyssen Stiftung die Geistes- und Sozialwissenschaften sowie die Biomedizin. Projektanträge müssen sich immer thematisch auf einen der Förderbereiche der Stiftung beziehen.
  • Umfang: Der Umfang der Projektförderung durch Stiftungen variiert sehr stark. Beispielsweise orientiert sich die Projektförderung der Fritz Thyssen Stiftung an der DFG-Sachbeihilfe. Allerdings sind die Personalmittel explizit auf eine Postdoc-Stelle oder zwei Promovierendenstellen eingeschränkt. Andere Stiftungen setzen auch eine finanzielle Obergrenze.
  • Begutachtung: Die Begutachtung orientiert sich primär an den je eigenen Förderzielen der jeweiligen Stiftung. Je nach Förderzielen werden sowohl Fachgutachtersysteme als auch Begutachtungsgremien im Stiftungsbereich verwendet.
  • Antragstellung und Fristen: Die Verfahren sind dabei meist einstufig und prinzipiell etwas schlanker gehalten. Meist geben Stiftungen für die Antragstellung in ihren Programmen regelmäßige Fristen vor –  i.d.R. jährlich oder halbjährlich (meistens orientiert an den Sitzungen des wissenschaftlichen Beirats).
Antragsprozesse an der TU Dortmund

Antragstellung

Die Antragsprozesse variieren je nach Fördergeber und Format stark. So sind in einigen Formaten rechtsverbindliche Unterschriften seitens der Hochschulleitungen und entsprechende Prüfungen notwendig und in anderen nicht. Sicherheitshalber sollten Sie die Antragsformalitäten im Vorfeld mit dem Referat Forschungsförderung besprechen. Kontaktieren Sie uns gerne per E-Mail.

Serviceleistungen und Ansprechpersonen

Wenn Sie auf der Suche nach einem geeigneten Format zur Förderung von Einzelprojekten sind, unterstützt Sie das Team der För­der­be­ra­tung.

Bezogen auf die Antragstellung für Einzelprojekte umfasst das Serviceangebot des Referats:

  • die Auswahl eines geeigneten Förderformats,
  • eine Beratung hinsichtlich der spezifischen Anforderungen des gewählten Formats und
  • ein strategisches Lektorat Ihres Antrags.
Teambild der Förderberatung © OK et al. ​/​ TU Dortmund

Weitere Fördergeber und -formate

Kalender

Zur Veranstaltungsübersicht

Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

Die Einrichtungen der Technischen Universität Dortmund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.